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Evangelische Kirchengemeinde Bischofsheim

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Kleines Lexikon zu Kirche & Glauben

Buchstabe O:

Ökumene

(von griechisch oikos = Haus) meint ursprünglich die ganze bewohnte Erde, der die christliche Botschaft gelten soll. Damit werden alttestamentliche Aussagen aufgenommen, denen zufolge Gottes rettendes Wort bis an die Enden der Erde erschallen soll. Später bezeichnete der Begriff ökumenisch alles, was zur christlichen Kirche gehört. So etwa wurden die ersten Konzile als ökumenische Konzile bezeichnet, weil auf ihnen noch die gesamte damalige Christenheit repräsentiert war.

In der Neuzeit wird damit die Zusammengehörigkeit der christlichen Kirchen und Konfessionen und die Arbeit für die Einheit der christlichen Kirche bezeichnet.

Wichtigstes Organ der weltweiten Ökumene ist der 1948 gegründete Weltkirchenrat, eine eine Gemeinschaft von mittlerweile 342 Kirchen in über 120 Ländern auf allen Kontinenten und aus praktisch allen christlichen Traditionen. Die römisch-katholische Kirche ist zwar kein Mitglied im Weltkirchenrat, arbeitet aber mit diesem zusammen.

Landläufig wird der Begriff für die Zusammenarbeit zwischen den Konfessionen, hierzulande besonders zwischen evangelischer und katholischer Kirche verwendet, wenn dies auch nicht ganz korrekt ist, da mit Ökumene eigentlich immer das Ganze der Kirche gemeint ist. Auch der verbreitete Begriff der Ökumenischen Trauung stimmt insofern nicht, als es sich dabei immer nur um die Beteiligung der jeweils anderen Konfession handelt.

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Opferstock

Als Opferstock werden der oder die Behälter bezeichnet, in die in der Nähe des Ausgangs die KirchenbesucherInnen am Ende des Gottesdienstes oder eines Kirchenbesuchs eine kleine Spende (siehe: Kollekte)einlegen können.

Weil die Geldbehälter früher aus einem ausgehöhlten Baumstamm (Stock) bestanden und die Geldspenden mit den Opfern verglichen wurden, die einst in den Tempeln dargebracht wurden, und für die ja auch Geld hinterlegt werden musste, entstand der Name "Opferstock".

Die Behälter für das Geld sehen heute in jeder Kirche etwas anders aus. In manchen Kirchen gibt es Klingelbeutel (Stoffbeutel an einem kurzen oder langen Stab). Früher hing an dem Stoffbeutel oft ein kleines Glöckchen, das bimmelte, wenn Geld in den Beutel geworfen wurde, daher der Name Klingelbeutel. In manchen Kirchen werden Körbe zum Einsammeln des Geldes benutzt.

In anderen Kirchen gibt es Kollektendosen oder Kästen (Gefäße aus Holz oder Metall), die an den Eingängen angebracht sind und in die die Leute ihre Kollekte werfen.

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Orgel

Die Orgel ist das Instrument der Kirchenmusik schlechthin. Der Name kommt aus dem griechischen: "organon" - das heißt ganz einfach Instrument. Die erste Orgel gab es bereits 246 v. Chr. im antiken Griechenland. Die Orgel gilt als die Königin der Instrumente, als das Instrument aller Instrumente (daher wohl auch der Name), weil sie ein ganzes Orchester, sowohl im Klang, als auch in der Klangfülle ersetzen kann.

Die christliche Kultur hat nicht nur den Orgelbau über die Jahrhunderte hinweg weiter entwickelt und perfektioniert, sondern auch die größten Komponisten - allen voran Johann Sebastian Bach - dazu bewegt, für dieses gewaltige Instrument zu komponieren.

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Ostern

Auch wenn heute in der allgemeinen Wertschätzung Weihnachten dem Osterfest den Rang abgelaufen hat, so ist Ostern doch das wichtigste und zugleich auch das älteste christliche Fest überhaupt. Denn nicht die Geburtsgeschichte Jesu, die ja nur vom Evangelisten Lukas erzählt wird, sondern die Berichte von Jesu Tod und Auferstehung stehen am Anfang des christlichen Glaubens.

Dabei spielt bei der allgemeinen Rezeption des Festes natürlich eine Rolle, dass in unserer angeblich rationalen Welt die Geburt eines Kindes sehr gut, die Auferstehung aber nur sehr schlecht nachvollzogen werden kann. Dennoch hat der christliche Glaube seine Wurzeln in der Ostergeschichte und dementsprechend wurde in der frühen Christenheit jeden Sonntag Ostern gefeiert. Der Sonntag ist ja in der christlichen Tradition der Tag der Auferstehung und hat deshalb den jüdischen Sabbat als wöchentlichen Feiertag abgelöst. Erst im zweiten Jahrhundert bildete sich dann das jährliche Osterfest heraus.

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Osterkerze

Ähnlich wie in der Advents- und Weihnachtstradition spielt auch beim Osterfest die Licht-Dunkel-Symbolik eine wichtige Rolle. Hintergrund sind die Osterberichte der Evangelien, denenzufolge die zum Grab Jesu eilenden Frauen bei Sonnenaufgang die Botschaft von der Auferstehung Jesu erfuhren.

An das Ostergeschehen erinnert auch die Osterkerze, die vielfach in evangelischen und katholischen Kirchen auf einem gesonderten Kerzenständer zu sehen ist. Sie trägt - neben anderen symbolischen Verzierungen - in der Regel die Jahreszahl und wird jeweils an Ostern - in manchen Gemeinden auch in einem Osternachtsgottesdienst - zum ersten Mal entzündet.

Dazu gehört als biblische Erinnerung Jesu Wort aus dem Johannesevangelium: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben." (Kap. 8, Vers 12). Aber auch der Zuspruch aus der Bergpredigt: "Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen." (Matthäus-Evangelium, Kap. 5, Verse 14-16).

Dementsprechend wird auch im Zusammenhang der Taufe eine kleine Osterkerze entzündet, mit der sich dieser doppelte Zuspruch verbindet und für den Täufling zugleich eine Erinnerung an die Taufe sein soll, in dem diese Kerze zuhause jedes Jahr am Tauftag angezündet wird.

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Ostertermin

Im Gegensatz zum Weihnachtsfest ist Ostern in unserem Kalender ein "beweglicher", nicht datumsgebundener Feiertag. Er wird am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond gefeiert. Haben wir also gleich nach dem 21. März Vollmond, dann kann Ostern bereits in der letzten Märzdekade liegen, war aber kurz vor Frühlingsbeginn Vollmond, dann verschiebt sich Ostern um vier Wochen. Der letzte mögliche Ostertermin ist demnach der 25. April. Mit dem Ostertermin verschieben sich folgerichtig auch die Passions- oder Fastenzeit und das Pfingstfest.

In den ersten christlichen Jahrhunderten wurde Ostern zusammen mit dem jüdischen Passahfest gefeiert, aus dem es hervorgegangen ist. Erst im Jahr 325 wurde auf dem Konzil von Nizäa festgelegt, dass Ostern auf den Sonntag nach Frühlingsvollmond fällt. Die in Rom bereits übliche Praxis grenzte Ostern nicht nur deutlicher vom Passahfest ab, damit wurde auch vermieden, dass der Karfreitag mit einer Sonnenfinsternis zusammenfiel. Nach den Berichten der Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas gab es zur Todesstunde Jesu eine Sonnenfinsternis. Möglicherweise befürchtete man, dass eine erneute Sonnenfinsternis an einem Karfreitag als apokalyptisches Zeichen gedeutet werden könnte.

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Aktualisiert: 12.05.2016
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